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Optimierte Betriebsübergabe im Tourismus – ein Erfahrungsbericht

 

Unlängst durfte unsere Kanzlei die Betriebsübergabe
eines Hotelbetriebes begleiten.

Ausgangsbasis
Ein bisher als Einzelunternehmen geführtes Hotel stand vor der Betriebsübergabe an beide Kinder. Beim Hotel lag ein Investitionsrückstau vor: Sanierungen bezüglich Heizung, Dach, Zimmer sowie Aufenthaltsräume waren dringend notwendig. Die bisherige Auslastung war zufriedenstellend, aber verbesserungswürdig. Bestehende Altschulden lagen noch im Ausmaß von einem Drittel des Liegenschaftswertes bzw. im Schulden-Umsatz-Verhältnis von eins zu zwei vor.
Ziel
Die Übergeberin wollte sich operativ aus dem Betrieb zurückziehen, zur finanziellen Absicherung aber noch gering beteiligt bleiben. Durch die angestrebten Sanierungsmaßnahmen sollten der Preis und auch gleichzeitig die Bettenauslastung erhöht werden.
Zwei Phasen
Auf unser Anraten hin wurde das Unternehmen unter Ausnutzung der steuerlichen Begünstigungen nahezu grunderwerbssteuerneutral an die Nachfolger übergeben. Die bestehenden Restkredite wurden übernommen. Die Übernehmer arbeiteten mit vollem Elan an und für das neue Unternehmen, die Übergeberin blieb als Kommanditistin am Unternehmen geringfügig noch beteiligt. 
 
 Nach eineinhalb Jahren begann man mit der Planung der Sanierungen. Zu diesem Zeitpunkt konnten der Bank bereits höhere Gewinne und Auslastungsgrade mit dem bestehenden Haus nachweislich vorgezeigt werden. Zusammen mit der Hausbank wurde in der Folge ein Maximalbudget abgesteckt und dann gemeinsam mit dem Baumanagement finanziell mögliche und wirtschaftlich sinnvolle Sanierungsmaßnahmen identifiziert.

Finanzierung und Förderungen

Mit den durch uns mit den Unternehmern ausgearbeiteten Planungsrechnungen konnten unter Ausnutzung der Übernehmer- Initiative der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank eine Zinsersparnis von rund 200.000 Euro auf zehn Jahre, im Jahr 2017 eine Investitionszuwachsprämie von 65.000 Euro sowie thermische Sanierungsförderungen für die Übernehmer erreicht werden.

Zudem konnten auch die Altschulden auf eine längere Laufzeit ausfinanziert werden. Durch die gesetzten Sanierungsmaßnahmen konnten Umsatz, Gewinn und Auslastung entscheidend verbessert werden. Rückwirkend kann davon gesprochen werden, dass die Übergabe für alle Beteiligten „mehr als optimal“ verlaufen ist.


(Artikel "top.tirol Die besten Seiten der Tiroler Wirtschaft")

 

 

 

 

 

 

 

 

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